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Allgäu Orient Rallye 2012

2012 Haben wir das erste Mal Kontakt zu den "Low-Cost-Rallyes" aufgenommen. Es war ein riesiges Abenteuer! Wir haben unzählige Länder durchquert. Teilweise nur bei Nacht! Wir haben fremde Kulturen kennengelernt - weit ab vom normalen Massentourismus. Wir durften L�nder bereisen die wir vorher nicht im Traum mit dem Begriff Urlaub in Verbindung brachten.

Hier sind die "Spielregeln" der AOR.
- 111 Teams à 3 Fahrzeuge u. 6 Leute
- Autos mind. 20 Jahre alt oder max. 1111€ Wert
- keine Navis
- keine Autobahnen
- keine Fähren
- Übernachtung max. 11,11€


Ursprünglich ging die Rallye immer in das Partnerland Jordanien. Aufgrund der Unruhen in Syrien ist eine gefahrlose Durchreise derzeit nicht möglich. 2011 Sollte mit der Fähre von der Türkei nach Agypten übergesetzt werden, doch die Einreise wurde verweigert und die Rallye musste beendet werden. 2012 wurde als Ziel dann Baku in Azerbaijan gewählt. Dort war das offizielle Rallyeende und es ging mit Flugzeugen nach Jordanien wo die Siegerehrung stattfand.
Der Veranstalter beweist mit den Aufgaben aus dem Roadbook große Kreativität und bringt dadurch einiges an Spannung und "Unplanbares" mit in die Tour ein um den Teilnehmern die Strecke nicht zu langweilig werden zu lassen.
Leider beweist die Orga der AOR auch Kreativität in den Ausreden dessen was auf und um diese Tour mit über 650 Teilnehmern und 330 Fahrzeugen alles nicht "geplant" war. Natürlich erwartet kein Teilnehmer einen Rundumservice, aber wenn alle 600 Teilnehmer zwei Nächte mitten in Istanbul nächtigen und es keinerlei sanitäre Einrichtungen gibt ist das etwas anderes als mit 10 Leuten irgendwo zu campen. Die geplanten Tagesetappen endeten nicht selten auf einem Sammelplatz der keinerlei Verpflegung oder Dixis bot. 2011 ist das Einreiseverbot der Fähre wohl sehr viel kritischer gewesen. Fast 4 Tage waren alle Teilnehmer auf der Fähre - ohne Kontakt zu Außenwelt und ab dem zweiten Tag auch ohne nennenswerte Verpflegung. Abenteuer hin oder her, aber wenn ich mir den Titel "Größte Rallye der Welt" gebe, dann muss ich wohl zumindest solch ein Einreiseprozedre vorab klären.
Auf dem Fahrzeugabstellplatz in Azerbaijan sind die Autos noch in der ersten Nacht geplündert worden. Von der Polizei und obwohl noch Teilnehmer in den Autos gepennt haben!!!
Nach der Rallye gab es auch keinerlei Informationen über den Verbleib der Fahrzeuge. Es erfolgt kein weiterer Kontakt zu den Teilnehmern. Sind die Autos versteigert worden? Wurden sie verschrottet? Gab es Erlöse und wenn ja was ist mit ihnen passiert?
Die Rallye hat zwar Spaß gemacht, aber in einer Nachbetrachtung scheint der Charitygedanke eher fragwürdig. Wer hier einen der begehrten Startplätze ergattert sollte vorher aufmerksam die immer höher werdenen Zusatzkosten der Homepage entnommen haben.
Wir für unseren Teil werden von nun an an weit aus seriöseren Abenteuern teilnehmen ......